Die Kunst des Fotografierens

Fotografie ist ein wunderbares Hobby. Die Faszination die Zeit mit einem Schnappschuss anhalten zu können, ist ungebrochen. Es ist ein kleiner Sieg, ein Versuch die Existenz greifbar zu machen.

Ich fotografiere bereits seit vielen Jahren. Sicher hat sich der Inhalt der Bilder gewandelt. Es gab Zeiten, da war ich der Meinung nur Naturaufnahmen machen zu müssen. Sie ist ja auch reizvoll, die Natur im Wandel der Jahreszeiten, und so entstanden Fotos mit romantischen Sonnenuntergängen, wilden Berghängen, bunten Blumenwiesen und glitzernden Gewässern. Ich war der Fotograf und es gelang mir, Naturstimmungen in allen Nuancen für meine Ewigkeit festzuhalten.
Später sah ich mich als Fotograf seltener Schnappschüsse, wie beispielsweise Spiegelbilder. Ich ging auf meinen Reisen in der weiten Welt durch die Gegend und wann immer ich mich oder meinen Freund in einem Schaufenster, einem Verkehrsschild oder einem glitzernden Auto gespiegelt sah, fand ich dieses Motiv als würdig zum fotografieren und hielt es fest. Es folgte eine gewisse Sammlerleidenschaft: ich fing an, alles zu einem Thema zu fotografieren und bildete hernach aus den schönsten Bildern Collagen für meine Wände. Da gab es im Dänemarkurlaub Wasserpumpen zu bestaunen, in Italien enge Gassen aller Couleur zu sehen oder etwa in Tunesien Fischernetze auf bunten Booten festzuhalten. Das Angebot an Motiven war auch hier mannigfaltig und meiner Kreativität waren beim Fotografieren keine Grenzen gesetzt.
Jetzt habe ich Kinder und bin der Fotograf und Archivar meiner eigenen Familie. Gemeinsam Erlebtes versuche ich jetzt stimmungsgetreu festzuhalten und die Bilder werden eher konventionell in Fotoalben geklebt. Es müssen garnicht viele Jahre vergehen, schon jetzt werden Highlights von Geburtstagen, Urlauben oder Ausflügen gern angeschaut.
Meine Fotoausrüstung hat sich in den Jahren, die ich dieses Hobby bestreite, ebenfalls geändert. Angefangen habe ich mit einer Exa, einer alten Spiegelreflexkamera, an der man Blende und Belichtung tatsächlich noch einstellen und Objektive für Nahaufnahmen noch manuell anbringen musste. Es folgte eine Pentax, die meine Fotoausrüstung mit einer digitalen Spiegelreflexkamera moderner und das Fotografieren für mich viel einfacher machte. Da auch ich mit der Zeit gehe und das Tragen einer dicken Kamera vor dem Bauch neben den Kindern etwas mühsam ist, nenne ich nun eine kleine handliche und flache Digitalkamera mein eigen. Auch mit ihr kann ich meinem Hobby weiterhin frönen und die Anzahl meiner Fotoalben im Schrank beständig anwachsen lassen.